Zahnpflege im Kindesalter: Was Karius und Baktus uns lehrten

Zahnpflege im Kindesalter: Was Karius und Baktus uns lehrten

Man sagt „Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder, große Sorgen!“. Doch wenn es um das Thema Zahnpflege geht, ist Vorsicht immer besser als Nachsicht – und die sollte man so früh wie möglich walten lassen!

Der Grundstein für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Zahnpflege muss demnach in der Kindheit gelegt werden. Um seinem Kind den richtigen Umgang mit seinen Zähnen zu vermitteln, gibt es neben den wesentlichen Aspekten auch einige kleine Tipps und Tricks, dank denen Ihr Kind schnell Gefallen am täglichen Putzen finden wird.

Vorbildfunktion

Engagement hin oder her: wenn Eltern beim Thema Zähneputzen nicht mit gutem Beispiel vorangehen, bleibt auch bei den Kindern weniger Eindruck.

Sieht Ihr Kind jedoch, dass auch Sie es mit der Zahnpflege genau nehmen und täglich mindestens 2x gründlich die Zähne putzen, erkennt es die Wichtigkeit der Zahnpflege eher an.

Schließlich nimmt sich ein Kind immer seine Eltern zum Vorbild und schaut sich dieses und jenes von ihnen ab.

Gemeinsames Zähneputzen und die anschließende Kontrolle des Kindermundes zeigt Ihrem Kind, wie wichtig es ist, sorgsam mit seinen Zähnen umzugehen.

Vorsicht ist allerdings geboten, wenn es um die Übertragung Karies verursachender Bakterien geht. Denn unwissentlich können Eltern solche Bakterien an Ihre Kinder übertragen. Hierfür reicht schon das Ablecken eines Löffels.

Kinder Zahnarzt

Zahnärzte vermitteln Kindern spielend, wie wichtig die regelmäßige Kontrolle der Zähne ist.

Motivationswege finden

Um Ihr Kind für eine gründliche Zahnpflege zu motivieren und ein entsprechendes Verantwortungsgefühl entstehen zu lassen, sind kleine Helfer nicht nur erlaubt, sondern erwünscht.

Zähneputzen kann Kindern Freude machen und die Wege dorthin sind leichter als man vielleicht glauben mag. Kinderzahnpasta mit schützendem Fluorid oder eine Sanduhr für die goldene Dreiminutenregel; Milchzähne können so auf unterhaltsame Art und Weise geputzt werden und die Pflege der wertvollen Kinderzähne läuft nicht Gefahr zu kurz zu kommen.

Meist reicht schon eine bunte Zahnbürste, die Sie Ihr Kind selbst aussuchen lassen. Viele elektrische Kinderzahnbürsten verfügen mittlerweile über spezielle Gadgets wie beispielsweise einen Musik-Timer. Belohnen Sie Ihr Kind ruhig für die ausdauernde Zahnpflege.

Spielerisch vertiefen kann man das Ganze auch durch Bücher. Kurzgeschichten und Bilderbücher über Zahnpflege, die ersten Milchzähne und anderes lassen Ihr Kind ein Gefühl für den verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Zähnen bekommen.

Das A und O: Die Prophylaxe

Trotz ausdauernder Zahnpflege zuhause und der entsprechenden Motivation durch die Eltern ist eines unabdingbar: die Prophylaxe, also der Besuch beim Zahnarzt.

Wichtig ist vor allem, den ersten Besuch beim Zahnarzt nicht auf die lange Bank zu schieben.
Je früher Sie Ihr Kind an den Besuch beim Zahnarzt gewöhnen, desto selbstverständlicher werden die Untersuchungen in Zukunft werden. Nutzen Sie den großen Vorteil, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Kinderprophylaxe übernehmen. Halbjährlich sollten Sie somit eine professionelle Zahnreinigung, Kontrolle und Fluoridierung bei Ihren Kindern durchführen lassen. Sind schon die ersten bleibenden Zähne hinten durchgebrochen, die sogenannten 6-Jahres-Molaren, wird auch eine Fissurenversiegelung, also ein Verschluss der „Krater“ auf der Kaufläche, in denen sich Essensreste leichter einnisten können, durchgeführt. Auch hier zahlt Ihre Krankenkasse.