Zahnfleischbluten: Ein unangenehmer Begleiter

Zahnfleischbluten: Ein unangenehmer Begleiter

Es geschieht beim herzhaften Biss in den Apfel oder wenn man sich nach dem Zähneputzen den Mund ausspült: Zahnfleischbluten überrascht uns meist und kann sehr unangenehm sein.

Wir möchten einen kurzen Überblick über Ursache, Therapie und Prävention geben.

Gründe für Zahnfleischbluten

Unser Mund ist das Zuhause vieler Bakterienformen, die in friedlicher Koexistenz ihr Dasein fristen. Wird dieses einträchtige Gleichgewicht durcheinander gebracht, ist die Folge häufig eine Zahnfleischentzündung, eine sog. Gingivitis. Begünstigende Faktoren einer Gingivitis sind beispielsweise mangelnde oder schlechte Zahnpflege. Die Konsequenz ist eine Anlagerung von Bakterien, Speichel und Speiseresten. Diese bilden die sog. Plaque, die sich auf dem Zahn, aber auch auf dem Übergang zwischen Zahnfleisch und Zahn setzt und so eine Zahnfleischentzündung hervorrufen kann.

Einige Nebenfaktoren wie Zahnspangen oder Zahnprothesen können die Ablagerung von Plaque begünstigen und somit das Risiko einer Gingivitis erhöhen. Doch auch Nikotinkonsum, Diabetes oder Stress können zusätzlich für ein Ungleichgewicht der Mundflora verantwortlich sein.

Schmerz durch Zahnfleischbluten

Langanhaltendes Zahnfleischbluten kann auch Schmerzen verursachen!

Mögliche Konsequenzen

Zahnfleischbluten sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Zwar besteht anfänglich meist keine akute Gefahr für den Betroffenen, jedoch sind die Konsequenzen einer Gingivitis und deren symptomatisches Zahnfleischbluten durchaus ernst zu nehmen:

Parodontitis, die Entzündung des gesamten Zahnapparates und der Rückgang des Zahnfleisches, kann unter anderem die Folge einer unbehandelten Gingivitis sein. Zu unterschätzen ist jedoch auch keinesfalls die Verbindung, die zwischen dem Gebiss und dem Herzen besteht. Bakterien aus dem Mundraum gelangen schnell in die Blutbahn und können das menschliche Herz beeinträchtigen und damit den Organismus nachhaltig schädigen.

Therapiemöglichkeiten

Bemerkt man, dass das Zahnfleisch blutet, ist die erste Reaktion häufig eine Unterbrechung der Zahnreinigung, um das Zahnfleisch nicht weiter zu beschädigen. Genau darin besteht jedoch der fatale Fehler: An dieser Stelle gilt es, zwar vorsichtig, jedoch dringend gründlich weiter zu putzen. Bessert sich das Bluten auch durch intensive Zahnpflege nicht, sollte der behandelnde Zahnarzt aufgesucht werden.

Auch dauerhaft gerötetes oder angeschwollenes Zahnfleisch, aber auch Zahnfleischtaschen können Symptome einer Parodontitis sein. Hier empfiehlt sich meist eine professionelle Zahnreinigung.

Prävention

Wie so manchem Problem kann man allerdings auch dem unangenehmen Zahnfleischbluten vorbeugen und dies sogar sehr einfach: Gründliches Zähneputzen ist das A und O.

Der Trick dabei ist, sich nicht nur auf die glatten Zahnoberflächen zu konzentrieren, sondern sich besonders ausgiebig um Zahnzwischenräume zu kümmern. Interdentalbürsten und medizinische Zahnhölzchen (erhältlich in Apotheken) sind hier sehr wertvolle Helfer, allerdings funktioniert nichts so gut wie die gute alte Zahnseide, wenn man den Umgang mit ihr erstmal beherrscht, ist sie unschlagbar. Lassen Sie sich den Umgang mit Zahnseide ausführlich von Ihrem Zahnarzt oder der Prophylaxeassistenz erklären. Aber auch antibakterielle Mundwasser haben sich bewährt, um die Bakterien ergänzend zu bekämpfen.

Idealerweise bespricht man die richtige Zahnputztechnik, aber auch den Einsatz solcher Helferlein mit seinem behandelnden Zahnarzt. Buchen Sie doch gleich einen Termin für Ihren nächsten Besuch in unserer Praxis.