Endstation: Zahnarztstuhl?

Endstation: Zahnarztstuhl?

Grelles Licht, surrende Geräte und völlig ausgeliefert auf dem Zahnarztstuhl -das sind die Horrorvisionen von fast fünf Millionen Deutschen.

Tatsächlich geht nur jeder vierte Deutsche ohne Angst zum Zahnarzt. Doch wieso haben heute immer noch so viele Menschen Angst vor dem Zahnarztbesuch?

Gründe für Dentalphobie

Manche Menschen haben so große Angst vor dem Zahnarztbesuch, dass sie lieber Karies, Parodontitis und Co. in Kauf nehmen als sich einer Untersuchung zu unterziehen.

Die Ursachen dieser Angst sind verschieden. In vielen Fällen lässt sich diese Angst auf negative oder gar traumatische Erfahrungen mit Zahnarztbesuchen oder generellen Behandlungen im Mundraum zurückführen. Schmerzhafte Behandlungen oder das Gefühl des Ausgeliefert-Seins prägen häufig nachhaltig und führen zu großem Unbehagen vor dem Zahnarztbesuch.

Tatsache ist jedoch: Heutzutage braucht niemand mehr Angst vor dem Zahnarzt zu haben. Die Zeiten, in denen Zähne ohne Betäubung mit der Zange gezogen wurden, sind schon lange vorbei.

Wen der Gedanke an Lokalanästhesien und Lachgas-Sedierungen nicht beruhigt, für den haben wir einige wertvolle Tipps gesammelt, um wieder unbesorgt im Wartezimmer zu sitzen.

 

 

  • Mit dem Zahnarzt über die Angst sprechen

Informieren Sie den Zahnarzt über Ihre Bedenken. Nur so kann er sich auf sie einstellen und Ihnen Schritt für Schritt die Angst vor der Untersuchung nehmen. Hilfreich ist hierbei der Gedanke: Sie sind nicht allein mit Ihrer Angst. Dentalphobie ist bei 60-80 Prozent der Deutschen verbreitet und auch für Ihren Zahnarzt nichts Neues. Vereinbaren Sie beispielsweise ein Handzeichen, für den Fall, dass sie die Behandlung unterbrechen müssen.

  • Musik aufs Ohr

Musik wirkt entspannend und lässt uns alles um uns herum vergessen. Wieso also nicht den iPod mit zum Zahnarzt nehmen? Der vertraute Lieblingssong wirkt oft Wunder und lässt einen den Bohrer überhören und vergessen.

Allerdings gilt leider: Mitsingen verboten!

  • Cool down

Versuchen Sie für sich Entspannungstechniken zu finden. Beliebt ist z.B. das autogene Training, bei dem derjenige sich autosuggestiv, also von innen heraus entspannt und so besser loslassen kann.

Vielleicht hilft es zu Beginn auch, einfach an etwas Schönes oder Vertrautes zu denken. Ob es der letzte Sommerurlaub oder der Gedanke an die Liebste ist: Umgeben Sie sich innerlich mit schönen Dingen. Dann geht auch der unangenehmste Moment schnell vorüber.

  • Was tun Sie da eigentlich?

Lassen Sie sich doch vom Zahnarzt einfach erklären, was er da tut. Versuchen Sie, die Behandlung zu verstehen und verfolgen zu können. Häufig fürchten wir nur das Unbekannte. Zudem beschäftigt sich Ihr Gehirn dann mit anderen Dingen und vernachlässigt die Sorge vor der Untersuchung. Außerdem könnte Ihnen das zusätzliche zahnmedizinische Wissen vielleicht sogar einmal von Nutzen sein!

  • Last but not least: Der Sache auf den Grund gehen

Sollte Ihre Angst derartig Besitz von Ihnen ergreifen, dass sie Sie nachhaltig in Ihrer Lebensqualität einschränkt, dann betreiben Sie Ursachenforschung. Für jede Angst gibt es einen Grund und es gibt viele Wege für Angstpatienten, der Dentalphobie verhaltenstherapeutisch entgegen zu wirken.

 

Es gibt also durchaus Wege mit der Angst vor dem Zahnarztbesuch fertig zu werden, ohne dabei an Lebensqualität und Mundhygiene einbüßen zu müssen.