Die richtige Zahnpflege für Diabetiker

Die richtige Zahnpflege für Diabetiker

Für die richtige Zahnpflege sollte man sich täglich genügend Zeit nehmen. Rasches „Mal eben drüber putzen“ führt schnell dazu, dass es sich die vorwiegend im Zucker und kohlenhydrathaltigen Speisen enthaltenen Bakterien auf den Zähnen gemütlich machen.
Eine gründliche Zahnpflege ist also wichtig, um Karieserkrankungen und Entzündungen des Mund- und Rachenraums entgegenzuwirken.
Doch wie wichtig ist eigentlich Mundhygiene für Diabetiker? Die Antwort lautet: Sehr wichtig! Tatsächlich erhöhen hohe Zuckerwerte das Risiko einer Parodontitis. Wird die Entzündung des Zahnhalteapparats chronisch, kann dies auch zu einer Verschlechterung des Diabetes führen.
Dazu muss es jedoch nicht kommen. Der Problematik kann durch entsprechende vorbeugende Maßnahmen und ein gewisses Verantwortungsgefühl entgegengewirkt werden.

Die Wahl der richtigen Zahnpasta für Diabetiker

Gewissermaßen könnte man Zahnpasta und Zahnbürste als Werkzeuge bezeichnen. Gerade im Fall eines durch Diabetes erhöhten parodontalen Risikos ist es also wichtig, seine Werkzeuge sorgsam auszuwählen.
Am besten bespricht man diese Fragen mit seinem behandelnden Zahnarzt.
Im Bereich Zahnpasta ist vor allem der Fluoridgehalt entscheidend. Das Fluorid schützt die Zähne vor Karies, während Salbei, Kamille, Pantheol oder Bisabolol in der Zahnpasta entzündungshemmend wirken.
Abrasive Zahnpasten, also Zahnpasten mit erhöhtem Abrieb auf den Zähnen sollten vermieden werden. Als Tipp für eine nachhaltigere Zahnpflege sollte die Zahnpasta nach dem Zähneputzen lediglich ausgespuckt und nicht gänzlich ausgespült werden.
So kann das enthaltene Fluorid länger wirken.

Das A und O: Die Zahnbürste

Zahnbürste auch für Diabetiker geeignet

Elektrische Zahnbürste für Diabetiker

Im Bezug auf die richtige Zahnbürste werden Bürsten mit abgerundeten, dünnen Kunststoffborsten und kurzem Kopf empfohlen. Als Härtegrad wird zur goldenen Mitte geraten, denn eine zu weiche Bürste kann Beläge nicht vollständig entfernen, während eine zu harte Borste dazu neigt, das Zahnfleisch zu beschädigen. Eine Absprache mit dem Zahnarzt sollte dennoch getroffen werden.

Kleine Helferlein

Um auch in die kleinsten Ecken und Zahnzwischenräume zu gelangen, eignen sich kleine Hilfswerkzeuge. Zahnseide und Interdentalbürsten schaffen Abhilfe, wenn sich Speisereste in Zahnzwischenräumen ablagern.
Aber auch auf der Zunge siedeln sich mit Vorliebe Bakterien an, die dank Zungenschaber oder –bürste entfernt werden können.
Zuckerfreie Kaugummis können ebenfalls ein unterstützender Helfer sein. Das Kauen regt den Speichelfluss an. Dieser Speichel wiederum neutralisiert Säuren aus kohlenhydrat- und zuckerhaltigen Speisen, die den Zahnschmelz angreifen.