Die Qual der Wahl: Welche Zahnpasta ist die Richtige für mich?

Die Qual der Wahl: Welche Zahnpasta ist die Richtige für mich?

Sie ist so allgegenwärtig wie Ampeln im Straßenverkehr und mindestens genauso wichtig: die Zahnpasta.

Die Bedeutung der richtigen Zahnpasta wird häufig unterschätzt. Genau wie die ideale Zahnbürste individuell vom Zahntyp abhängig ist, spielt auch die Zahnpasta eine große Rolle für die Beschaffenheit und die Gesundheit der Zähne. Man unterscheidet drei Typen von Zahnpasten:

Die Universal-Zahnpasta

Sie sind der Allrounder unter den Zahnpasten. Wichtigstes Kriterium hierbei ist der Wirkstoff Fluorid, der der Kariesbildung vorbeugt.

Die Zahnpasta mit Weiß-Auslobung

Schneeweiße Zähne sollen ebendiese Zahnpasten zaubern. Viele Zahnpasten werben mit einem aufhellenden Effekt ihrer Inhaltsstoffe. Hierfür muss die Zahnpasta, nach Stiftung Warentest, mindestens „gut“ die Verfärbungen der Zähne entfernen können.

Die Sensitiv-Zahnpasta

Wie der Name schon sagt, sind die Sensitiv-Zahnpasten auf Menschen mit besonders empfindlichen Zähnen ausgerichtet. Dementsprechend muss die verwendete Zahnpasta sehr sanft sein und einen geringen Abrieb der Zähne gewährleisten.

Das Zauberwort: Fluorid

Durch unsere tägliche Ernährung und besonders durch den Konsum zuckerhaltiger Speisen sind unsere Zähne großer Belastung ausgesetzt. Den Zähnen werden wertvolle Mineralien entzogen (z.B. Kalk), was das Bakterienwachstum fördert und die oberste Schmelzschicht der Zähne enthärtet. Diesen Vorgang bezeichnet man auch als Demineralisation. Zahnbeläge, sog. Plaque-Bakterien, lagern sich dann leicht auf den Zähnen ab und bilden Karies.

Um die Zähne vor einer solchen Demineralisation zu schützen, empfehlen Zahnmediziner und -forscher die Prophylaxe durch Fluorid. Dabei handelt es sich um ein Salz der sog. Flusssäure oder auch Fluorwasserstoffsäure.

Der handelsübliche Fluoridanteil einer Zahnpasta liegt bei 0,15 Prozent, bei akutem Bedarf kann der Zahnarzt jedoch auch eine Zahnpasta mit deutlich höherem Fluoridanteil verschreiben.

Samt statt Schleifpapier

Zahnpasten sollen unsere Zähne von Speisereste befreien. Eine häufige und unangenehme Nebenwirkung ist die sog. Abrasion, ein Abrieb der Hartsubstanzen (Dentin) eines Zahns, durch die Verwendung der falschen Zahnpasta. Aufschluss über die abrasive Wirkung einer Zahnpasta gibt der sog. RDA-Wert (Radioactive Dentin Abrasion). Vor dem Test wird das Dentin des getesteten Zahns radioaktiv markiert, anschließend wird beobachtet, wie viel Dentin durch die Politur mit der entsprechenden Zahnpasta abgetragen wird. Je geringer der RDA-Wert, desto geringer ist die Abrasion.

Zur Orientierung für den Zahnpasta-Kauf:

  • sehr wenig abrasiv: RDA = 0 – 20
  • wenig abrasiv: RDA = 20 – 40
  • mittel abrasiv: RDA = 40 – 60
  • stark abrasiv: RDA = 60 – 80
  • sehr stark abrasiv: RDA > 80

Ein beliebter Klassiker, der nur über einen RDA-Wert von 30 verfügt, ist die Elmex Sensitive Zahnpasta. Generell kann man mit der Verwendung von Sensitiv-Zahnpasta nichts falsch machen, denn Weißmacher-Zahnpasten enthalten häufig mehr Schleifkörper, die vor allem den empfindlichen Zahnhals angreifen, da dieser nicht durch eine Schmelzschicht geschützt ist.

Ein weiterer Tipp: Wer sich die Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste putzt, sollte eine Zahnpasta mit einem RDA-Wert unter 50 wählen.